Mit einem Aktionsnachmittag gegen Neophyten im Hockenheimer Wald haben sich die Agenda–Projektgruppe "Tag der Artenvielfalt" und die Biologie-AG des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Hand in Hand bei brütender Hitze und an einem unterrichtsfreien Nachmittag in den Wald in Sichtweite des Motodroms begeben. Die Aktion wurde routiniert organisatorisch vorbereitet von den Agenda-Aktiven. Ausgestattet mit Handschuhen, dankenswerterweise kostenlos zur Verfügung gestellt von Baumarkt OBI und Werkzeug vom örtlichen Bauhof, machten sich die Schüler der Klassen 8a und 8b unter Leitung von Biologielehrer Roland Mohr nach einer kurzen Einführung durch Horst Eichhorn ans Werk. Frau Bechtel, die das Gelände gut kennt, und täglich ehrenamtlich zahlreiche Stunden im Wald mit der Bekämpfung von Neophyten verbringt, unterstützte fachkompetent die Arbeiten und gab wichtige Ratschläge.

Zu den Neophyten zählt bspw. die sogenannte Kermesbeere, eine krautige Pflanze, welche aus einer dicken Wurzel schnell herauswächst und sich durch Wurzelschösslinge rasant unter der Erde vermehrt. Daher wurde peinlich beachtet, die Wurzeln in Gänze zu erwischen, um nicht die Pflanze ungewollt zu vermehren. Dieses „Unkraut“, das sich gegen alle einheimischen Pflanzen am Standort durchsetzt, kann natürlich auch Samen ausbilden, und ist so den meisten einheimischen Arten weit überlegen, verdrängt sie und bedroht somit die Artenvielfalt, deren Erhaltung ein Ziel der Arbeiten der Agendagruppe ist. Aber auch die Traubenkirsche war an diesen Nachmittag Ziel der Aktion, in etwa 2 Stunden war schon einiges geschafft, die Schüler hatten recht schnell die beiden „Missetäter“ erkannt und waren fleißig am Hacken und Ausgraben. Zwischendurch reichte Kerstin Offenloch kühle Getränke,  und schon rückte die Truppe wieder aus.

Quellen: Hockenheimer Woche, Nr. 26/Mittwoch, 30. Juni 2010 und http://www.hockenheim.de/main/aktuell/neuigkeiten/01497?cmd=print