Hockenheimer Team hat Riesenerfolg im Dänemark beim FIRST LEGO League Open European Finale

 Ihre Leidenschaft für programmierbare LEGO-Roboter führte die fünf pfiffigen Jungs vom Hockenheimer Carl-Friedrich-Gauss-Gymnasium (Robotik AG) dieses Jahr bis nach Skandinavien. Vom 23. bis 29. Mai fuhr das LEGO League Team SAPHARI zum FIRST LEGO League Open European Finale nach Aarhus in Dänemark.

Zwei Pokale für SAPHARI„Wir wollen Spaß haben, viele neue Freunde kennen lernen und – wenn möglich – unseren Europameister-Titel im Robot-Game vom letzten Jahr verteidigen“, hatten sich Julien und Jimmy Wehowski, Justin Rieger, Christian Engraf und Christoffer Marschner auf der 950 km langen Anfahrt im Kleinbus vorgenommen. Und Spaß hatten sie reichlich, denn zum Wettbewerbsauftakt verbrachten sie einen ganzen Tag im Legoland Billund bei strahlendem Sonnenwetter.

Im futuristischen Navitas-Gebäude der Universität von Aarhus mit Blick über den Hafen und die Ostsee trafen am nächsten Tag die 118 besten Mannschaften aus 50 Ländern und fünf Kontinenten zum dreitägigen Wettbewerb aufeinander. Die Teams kamen aus Australien, Südkorea, China, Japan, Chile, Bolivien, Brasilien, USA, Russland, Südafrika sowie vielen europäischen Ländern. Alle 1200 Kinder verband eine Gemeinsamkeit: ihre Begeisterung für Wissenschaft und Technik.

Im internationalen Umfeld konnten die Kinder zeigen, was sie in den letzten neun Monaten gelernt und sich erarbeitet hatten. Es blieb aber auch genügend Zeit, um die anderen Mannschaften kennen zu lernen und gemeinsam zu spielen und zu feiern. Wie in einer internationalen Ausstellung hatte jedes der 118 Teams einen 4 m² großen Stand zur Verfügung, den es selbst schmücken musste und der als Team-Hauptquartier diente. Viele Kinder nutzten die Pausen zwischen den einzelnen Wettbewerben, um von Stand zu Stand zu gehen, kleine Süßigkeiten und Souvenirs auszutauschen, sowie möglichst viele Buttons von anderen Teams zu sammeln. Und es wurde kräftig gefachsimpelt über die besten Roboter, die pfiffigsten Programmierungen und die erfolgreichsten Forschungsprojekte.

Die fünf 11-14 jährigen Jungs von SAPHARI hatten sich in der letzten LEGO League Saison bereits im Europafinale in Spanien einen Namen gemacht. Nun trafen sie viele befreundete Teams wieder, wie die Siberian Hearts aus Russland und die RoboSuns aus Slowenien.

Vor stimmungsvoller Kulisse im Foyer des Navitas-Gebäudes fand das Robot Game statt. In der Disziplin „Robot-Game“ muss ein selbst entworfener, gebauter und programmierter LEGO-Roboter in einem vorgegebenen Parcours eigenständig Aufgaben erledigen und in 2:30 Minuten möglichst viele Punkte erzielen. Nach guten Ergebnissen in den zwei Proberunden brach der Roboter des Teams SAPHARI in der ersten Runde ein und fiel auf den sechsten Platz zurück. In der zweiten Runde platzte der Knoten endlich und das Team fuhr mit 395 Punkten seinen High Score ein. Das reichte für einen sehr guten zweiten Platz im Robot-Game – nur übertroffen von den Robot Artists aus Südkorea, die mit 424 Punkten uneinholbar in Führung gegangen waren.

Design-WettbewerbWie groß war die Freude der fünf Jungs von SAPHARI, als sie am letzten Wettbewerbstag erfuhren, dass sie das Robot-Game tatsächlich gewonnen und ihren Titel vom letzten Jahr verteidigt hatten: die Robot Artists waren inzwischen wegen einer Regelverletzung disqualifiziert worden.

Das Sahnehäubchen auf dem Kuchen war der zweite LEGO-Pokal, den das Team für die beste Programmierung gewann. Kein Wunder, dass viele Teams im Laufe des Wettbewerbs in SAPHARIs Stand vorbei kamen , um sich Programmiertipps zu holen. Unvergesslich wird den Kindern auch die ausgelassene Atmosphäre der abendlichen Freundschaftsparty bleiben, auf der viele Teams Musik- oder Tanzdarbietungen von teilweise professionellem Niveau zeigten. SAPHARI

Die fünf Jungs von SAPHARI sind sehr zufrieden mit ihrem tollen Abschneiden in Dänemark als Krönung einer erfolgreichen LEGO League Saison. Zum Erfolgsrezept der Mannschaft gehören nicht nur viel Spaß, Teamgeist und bis zu neun Stunden Training wöchentlich, sondern auch engagierte Förderer und Sponsoren, ohne die Teamreisen zu internationalen Wettbewerben nicht möglich wären.

Neben dem SAP Stiftungsfonds, dem Verein der Freunde des CFG Hockenheim e.V. und dem Rotary Club Hockenheim engagierten sich für das Team SAPHARI auch der Landfrauenverein Hockenheim sowie die Firma Globus mit großzügigen Sach- und Geldspenden. Jetzt genießen die Jungs erst einmal ein paar Tage ohne Training – doch wie beim Fußball gilt auch in der LEGO League: nach dem Spiel ist vor dem Spiel. In der nächsten Saison, die im August beginnt, geht es um das Thema HYDRO DYNAMICS – welche Möglichkeiten eröffnen sich, wenn wir noch besser verstehen, was mit unserem Wasser passiert?

Autorin: Frau Klose