Es war kein Aprilscherz: Bei recht milden Temperaturen am Monatsbeginn konnte man erneut viele fleißige Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums auf der Streuobstwiese (Nähe Aldi) entdecken. Dieses Mal handelte es sich um eine freiwillige Aktion der Biologie-AG (außerhalb der Unterrichtszeit) unter der Leitung von Biologie Fachlehrer Roland Mohr.

Etwa 40 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt vier Klassen (schwerpunktmäßig 8. und 9. Klasse), tatkräftig unterstützt von der SMV und Aktiven der Lokalen Agenda, hatten alle Hände voll zu tun. Nachdem man in früheren Projekten das verwilderte Gelände gesäubert, die Bäume freigestellt, neue Obstbäume mit seltenen Sorten bepflanzt, sowie eine große Hecke angelegt hatte, die das Gelände als Kulturlandschaft und Biotop aufwerten soll, wurde in diesem Jahr der Vogelschutz in den Mittelpunkt gerückt.Die Pflanzung von Weichholzarten soll in einigen Jahren Rückzugsgebiete für höhlenbrütende Arten, wie zum Beispiel den Steinkauz bieten. Daher wurden ergänzend einige Weidensetzlinge im Bereich des Böschungsfußes am Biotoprand eingebracht, die das ehemalige Bett des Kraichbaches umsäumen.

Die im Herbst gepflanzten Sträucher sind fast alle angegangen, bis auf die, die zum Ärger der Jugendlichen offensichtlich mutwillig abgebrochen wurden. Die obligatorische Säuberung war leider sehr erfolgreich, ein ganzer Anhänger voller Müllsäcke ist das traurige Resultat der Freizeitaktivitäten von Mitbürgern. Insbesondere die zahlreichen Glasscherben um die Bänke machten den Helfern zu schaffen. Das Gelände soll sich nun einige Jahre entwickeln, nicht als Mülldeponie, sondern als Platz für das Wohlergehen des Menschen in einem Fleckchen Natur.

Quelle: www.schwetzinger-zeitung.de, Dienstag 7. April 2009 / Seite 17