Fast ein kleines Jubiläum konnte man am letzten Märzsamstag auf der Streuobstwiese feiern. Dieses wurde jedoch nicht etwa mit Sekt und Häppchen, sondern mit Spaten und Rundhölzern begangen. Ein Jahrzehnt bereits investieren Schülerinnen und Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Hockenheim unter der Leitung von Roland Mohr Zeit und Arbeitskraft für die Gestaltung der Wiese in der Gemarkung Biblis, genannt „Aldiwiese“.

Sie wurden unterstützt von der Projektgruppe „Tag der Artenvielfalt“ der Lokalen Agenda 21 Hockenheim, allen voran von den „Schulbeauftragten“ der Gruppe, Horst Eichhorn und Kerstin Offenloch, die bei solchen Aktionen mit Rat und Tat zur Seite stehen sowie der Stadtverwaltung Hockenheim, die, ob mit Mulch oder Werkzeug, die Aktionen möglich macht.

„Schöner aus Herrnhut“, “Oberlausitzer Muskatrenette“ sind nun ebenso in Hockenheim zuhause wie die „Metzer Bratbirne“ oder eine „Duchesse de Paris“. Die Baumschule Müller aus Mauer sorgte für die erstklassigen Hochstämme. Seltene Obstbäume und eine fast komplett gereinigte Wiese sind nach mehreren Stunden Ergebnis der Frühjahrsaktion.

Durchaus keine Nebensache ist die Beseitigung von säckeweise entsorgtem Hausmüll einiger Zeitgenossen. Die fleißigen Helfer der Biologie-AG staunten und ärgerten sich über Kerzenständer, Waschmittelkartons und allerhand skurrilen Dingen, die dort vorgefunden wurden.

Die Agenda-Gruppe freut sich über jedes Engagement von Schülern und bietet gerne Hilfe an. So entstand auch in enger Zusammenarbeit mit dem Imker Martin und der Theodor-Heuss-Realschule ein Insektenhotel, welches mittlerweile mithilfe von Matthias Degen seinen Standort am Muldhäusl gefunden hat.

Autorin: Birgit Kaschta