Gauß-Gymnasium Hockenheim bekommt Besuch von einer Königin
Hockenheim, 24.09.2026
Joyce Bansah, Königin Mama Adziwonor III aus Ghana, besuchte das Gauß-Gymnasium gemeinsam mit Landrat Prosper Kumi. Ziel des Besuchs ist es, das deutsche Bildungssystem kennenzulernen
Nun ist es nicht so, dass das Gauß-Gymnasium nicht immer wieder mal besucht wird. Politiker und Wissenschaftler verschiedenster Couleur und Fachrichtungen tauchen hier schon gelegentlich auf. Aber an den Besuch einer Königin konnte sich die Schulleiterin Anja Kaiser nicht erinnern. Doch genau das geschah kürzlich.
Die in Hockenheim lebende Joyce Bansah ist seit etwas mehr als einem Jahr Königin Mama Adziwonor III und damit Oberhaupt der etwa 30.000 Menschen umfassenden Volksgruppe Ahado-Hohoe im westafrikanischen Ghana.
Sie besuchte gemeinsam mit dem „Landrat“ der Stadt Hohoe in der ghanaischen Volta-Region, Prosper Kumi, das Gymnasium. Im Kopf haben die beiden dabei zwei Ziele. Zum einen will Kumi lernen, wie das deutsche Bildungssystem funktioniert, und zum anderen will er die Chancen für engere Beziehungen der Schulen in den beiden Ländern ausloten.
Ghana ist zweitgrößte Volkswirtschaft Afrikas
In Ghana leben nicht ganz 35 Millionen Menschen und in der Stadt Hohoe sind es knapp 74.000. Über 37 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre, rund 58 Prozent sind zwischen 15 und 64 Jahren und nur knapp 4,5 Prozent sind älter als 64. Und laut dem Auswärtigen Amt gilt Ghana als gefestigte Demokratie, ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in Westafrika und ist für Deutschland ein zentraler Partner in der Region.
Kurz, so sagt es Kumi, Land und Region seien im Aufbruch. Der Kontinent gilt nicht wenigen Politikern als ein Kontinent der Zukunft und gerade Europas Wirtschaft tut gut daran, mehr auf diesen Nachbarn im Süden zu schauen.
Und ein Weg hierzu seien Schüler-Austauschprogramme, um voneinander zu lernen, so Kumi. Er habe darüber auch schon mit Oberbürgermeister Marcus Zeitler gesprochen. Und auch er, so Kumi, habe mit Interesse reagiert.
In einer zusammenwachsenden Welt sei es bezüglich einer gelingenden Zukunft wohl der beste Weg, junge Menschen zusammenzuführen, Gemeinsamkeiten aufzudecken und in der Folge den Wert der Kooperation aufzuzeigen.
Die in Hockenheim lebende Joyce Bansah ist seit etwas mehr als einem Jahr Königin Mama Adziwonor III und damit Oberhaupt der etwa 30.000 Menschen umfassenden Volksgruppe Ahado-Hohoe im westafrikanischen Ghana.
Sie besuchte gemeinsam mit dem „Landrat“ der Stadt Hohoe in der ghanaischen Volta-Region, Prosper Kumi, das Gymnasium. Im Kopf haben die beiden dabei zwei Ziele. Zum einen will Kumi lernen, wie das deutsche Bildungssystem funktioniert, und zum anderen will er die Chancen für engere Beziehungen der Schulen in den beiden Ländern ausloten.
Ghana ist zweitgrößte Volkswirtschaft Afrikas
In Ghana leben nicht ganz 35 Millionen Menschen und in der Stadt Hohoe sind es knapp 74.000. Über 37 Prozent der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre, rund 58 Prozent sind zwischen 15 und 64 Jahren und nur knapp 4,5 Prozent sind älter als 64. Und laut dem Auswärtigen Amt gilt Ghana als gefestigte Demokratie, ist die zweitgrößte Volkswirtschaft in Westafrika und ist für Deutschland ein zentraler Partner in der Region.
Kurz, so sagt es Kumi, Land und Region seien im Aufbruch. Der Kontinent gilt nicht wenigen Politikern als ein Kontinent der Zukunft und gerade Europas Wirtschaft tut gut daran, mehr auf diesen Nachbarn im Süden zu schauen.
Und ein Weg hierzu seien Schüler-Austauschprogramme, um voneinander zu lernen, so Kumi. Er habe darüber auch schon mit Oberbürgermeister Marcus Zeitler gesprochen. Und auch er, so Kumi, habe mit Interesse reagiert.
In einer zusammenwachsenden Welt sei es bezüglich einer gelingenden Zukunft wohl der beste Weg, junge Menschen zusammenzuführen, Gemeinsamkeiten aufzudecken und in der Folge den Wert der Kooperation aufzuzeigen.
Bei einer Führung durch die Schule erläuterte Kaiser dann die Spezifika des deutschen Schulsystems mit den Abschlüssen Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss, Fachhochschulreife und allgemeine Hochschulreife.
In Deutschland wird die Spezialisierung während der Schulzeit, anders als in Ghana, meist nicht massiv gefördert. Ziel sei, so Kaiser, ein aus Bildungssicht möglichst breit aufgestellter Bürger. In Ghana müssten die Schüler schon mit 14 Jahren einen Schwerpunkt wählen.
Bansah will Schüleraustausch begleiten
Das System in Ghana erinnere ein wenig an das US-amerikanische System. Hier habe es auch schon Austauschprogramme mit der Hockenheimer Partnerstadt Fredericksburg gegeben. Diese seien aber schwierig, da es bei den verantwortlichen Personen laufend zu Wechseln komme.
Bansah erklärte an dieser Stelle, dass sie ein mögliches Schüleraustauschprogramm gerne begleiten würde. Die Bedingungen sind in den Augen Kaisers gar nicht so schlecht. Sie versprach zu schauen, ob man da nicht etwas ins Rollen bringen könnte. Die Menschen in Hockenheim, in Hohoe und darüber hinaus, davon waren Bansah, Kumi, Kaiser und Klement überzeugt, könnten von solch einem Projekt profitieren.
Text: Stefan Kern, Schwetzinger Zeitung
Foto: CFG






