Auftaktveranstaltung Theater-Abo: „Alice im Wunderland“ – Ein Klassiker auf der Bühne
Hockenheim, 11.01.2026
Am 10.12.2025 stand die erste Theateraufführung für uns Schülerinnen und Schüler des Theater-Abos auf dem Programm. Für 50 Schülerinnen und Schüler ging es gemeinsam mit Frau Del Mul und Frau Ronellenfitsch dieses Mal ins OPAL in das Stück „Alice im Wunderland“, das auf dem Buch des Schriftstellers Lewis Carroll basiert und von Pierangelo Valtinoni als Familienoper arrangiert wurde.
Aus den verschiedenen Interpretationsansätzen, die der Komponist sah, wählte er eine Version, die er für jede Altersklasse als ansprechend empfand. Hierbei hob er besonders das Wachstum der Hauptfigur Alice hervor, die eine inspirierende Entwicklung durchläuft. Während sie anfangs noch klein und erdrückt von der Welt der Großen scheint, lernt sie letztlich, sich zu behaupten und dieser Welt mit Mut gegenüberzustehen.
Die neugierige Alice folgt zu Beginn der Oper einem weißen Kaninchen, das sie durch eine Falltür in das Wunderland führt. Durch ihre zahlreichen Begegnungen mit dessen Bewohnern – so auch Zwiddeldum und Zwiddeldei, dem verrückten Hutmacher und der Grinsekatze – stellt Alice fest, dass das Wunderland nicht nach den ihr bekannten Gesetzen funktioniert, sondern vielmehr seinen eigenen verrückten folgt. Nach einer außergewöhnlichen Teestunde trifft sie am Hofe der bedrohlichen Herzkönigin erneut auf das weiße Kaninchen, das die Rolle eines Gerichtssprechers einnimmt. Der Prozess soll einen Törtchendiebstahl aufklären, der sich im Wunderland zugetragen hat. Alice trägt zu dessen Lösung bei, indem sie sich gegen die Herzkönigin auflehnt, um eine brutale Strafe zu verhindern und bringt somit wenigstens ein Stück weit Ordnung in die unkonventionelle Welt des Wunderlands.
Pierangelo Valtinoni sieht in diesem Stück dabei selbst die Möglichkeit, „das Kind in uns wieder zum Leben [zu] erwecken und uns für eine Weile alle alltäglichen Probleme vergessen [zu] lassen“.
Musikalisch wird die Oper durch einen Kinderchor, einen Damenchor und ein Orchester untermalt. Zudem stechen vor allem die Solisten Alice, gesungen von der Sopranistin Yaara Attias sowie die verrückte Herzogin, gesungen von Renatus Mészár heraus.
Wir Schülerinnen und Schüler fanden die Vorstellung visuell kreativ gestaltet, vor allem durch die bunten Kostüme und schätzten auch die beeindruckende Musik. Als besonders gut gelungen empfanden wir die fantasievolle Umsetzung der Geschichte auf der Bühne und das Einbinden der Zuschauer durch die Nähe der Schauspieler, die durch das Publikum gelaufen sind. Trotzdem wurde es teils als schwer verständlich wahrgenommen.
Auffallend inspirierend fanden wir das Motto „Eile mit Weile“ und Alice‘ Leichtigkeit, die wir dank dieser Aufführung mit auf den Weg nehmen konnten.
Insgesamt hat uns der Ausflug sehr gefallen und wir blicken schon mit Vorfreude auf unseren nächsten.
Text: Katrin Mues, Magdalena Prahl (J1)
Fotos: Cara Kemptner, Johanna Rausch, Trinity Whitehead, Fotini Del Mul
















