Stimmungsvolles Weihnachtskonzert des Gauß-Gymnasiums in Hockenheim
Hockenheim, 29.12.2026
Das Weihnachtskonzert des Gauß-Gymnasiums in der katholischen Kirche Sankt Georg in Hockenheim beeindruckte durch ein Programm, das klassische und moderne Klänge vereinte.
Man kann es kurz und emphatisch sagen: Das Weihnachtskonzert des Gauß-Gymnasiums (CFG) in der katholischen Kirche in Hockenheim war grandios – stimmig in der Programmfolge und beeindruckend in der Ausführung, wie man es selbst bei Profis nicht alle Tage erlebt. Die Koordination mit den Chören, Solisten und Instrumentalensembles wirkte präzise, das gemeinsame Musizieren von Schülern, Lehrern und Eltern war zugleich von spürbarer Freude getragen. Auf sehr unterschiedliche Weise bereiteten die Mitwirkenden auf Weihnachten vor – mit klassischen und modernen, europäischen und internationalen Klängen rund um die Geburt Jesu Christi.
Musiklehrer Bernhard Sommer versprach nicht zu viel, als er ankündigte, der Abend werde so vielfältig wie die Schulgemeinschaft selbst. „Die Gestaltung des Programms versucht, jedem Geschmack gerecht zu werden – das ist uns ein großes Anliegen, sodass jeder für sich ganz persönlich etwas mitnehmen kann“, sagte er. „Mit dem Auftritt der CFG-Big-Band am Ende wird auch den Fans von Jazz Rechnung getragen.“
Weihnachtskonzert des Gauß-Gymnasiums in stimmungsvoller Atmosphäre
Durch den Abend führte zudem auch ein stimmungsvoll gestaltetes Lichtkonzept: Das Team „Pendeloque“, bestehend aus ehemaligen Gaußianern, tauchte den Kirchenraum in einen eindrucksvollen Wechsel von adventlicher Dunkelheit bis zu weihnachtlichem Licht. Als Ehrengäste begrüßte Sommer die Schülerinnen und Schüler der Musikklasse der Unterstufe, die – obwohl sie selbst nicht mitwirkten – zahlreich gekommen waren. Das sei sehr lobenswert, betonte er, denn sie seien die Zukunft solcher Konzerte.
Neben der Musik waren an mehreren Stellen besinnliche Texte zu hören, vorbereitet von der Religionslehrerin Gudrun Hell. Die ausgewählten Texte handelten von Freude, Mut und Zuversicht, darunter „Frau Hoffnung liest Zeitung“, „Die vier Kerzen“ sowie ein Abschnitt aus dem Evangelium nach Lukas.
Chöre singen mit brennenden Kerzen in der Kirche Sankt Georg in Hockenheim
Bereits der erste Programmpunkt hatte experimentellen Charakter. Das Vokalensemble der Klasse 10a, der Musik-Leistungskurs der Jahrgänge 11 und 12, der Eltern-Lehrer-Chor sowie der CFG-Chor stellten sich mit brennenden Kerzen im dunklen Altarraum auf und schufen so eine ganz eigene Atmosphäre. Gemeinsam brachten sie unter der Leitung von Julia Jung, Johannes Schulz und Bernhard Sommer den fast 600 Jahre alten französischen Choral „Veni Emmanuel“ in moderner Gestaltung zu Gehör – wobei die Kirche selbst eindrucksvoll als Klangraum erlebbar wurde. Am Sopransaxofon erstaunte Tim Eschelbacher (Jahrgang 11).
Sehr zu Herzen ging das Lied „Vois sur ton chemin“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, mit dem der Unterstufenchor unter der Leitung von Julia Jung ebenso begeisterte wie mit dem lateinamerikanischen Weihnachtslied „Yo quisiera ser un angel“. An der Gambe überzeugte Milena Pfisterer (8a).
Die Aufführung der „Hirten-Kantate“ war ein Höhepunkt des Weihnachtskonzerts
Instrumentale Meisterschaft zeigten auch die Klassen 8b mit Stücken wie „Fix You“ und „The First Nowell“ sowie die 9a mit „Shallow“ und „Feliz Navidad“. Rhythmisch prägnant gestaltete der Gauß-Chor unter der Leitung von Johannes Schulz das fröhliche „Jingle Bells“ und „That’s Christmas to Me“. Aus einem Weihnachtskonzert durfte natürlich „Tochter Zion“ nicht fehlen: Die Klasse 10a mit Musikprofil interpretierte es unter der Leitung von Bernhard Sommer ebenso harmonisch wie das alte deutsche Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“. Am Akkordeon zeigte Madeleine Grebencikov ihr Können, am Klavier Alexander Münkel, am E-Bass Johann-Enrique Dubrau. Mitreißend erklang auch das englische Weihnachtslied „God Rest Ye Merry, Gentlemen“, vorbereitet vom Musik-Leistungskurs des Jahrgangs 11.
Ein Höhepunkt des Abends war die Aufführung der „Hirten-Kantate“. Hier wirkten der Musik-Leistungskurs Jahrgang 11, der Eltern-Lehrer-Chor, der Schulchor, das Vokalensemble der Klasse 10 sowie das Orchester zusammen und erzielten eine starke, nachhaltige Wirkung. In den Solorollen glänzten Leonardo Weiß (8b) als Engel und Leandro Baldus (Jahrgang 11) als Hirte. In stets wechselnden Kombinationen überzeugten die Instrumente durch große klangliche Farbigkeit; besonders die beiden Trompeten bestachen durch Virtuosität und Leuchtkraft.
Klassiker wie „Leise rieselt der Schnee“ und „O du fröhliche“ dürfen beim Gauß-Gymnasium nicht fehlen
Sehr schön gerieten auch „Leise rieselt der Schnee“ sowie das ukrainische Weihnachtslied „Carol of the Bells“, mit denen der Musik-Leistungskurs Jahrgang 12 das Publikum berührte. Zum Abschluss spielte die Big Band des Gauß-Gymnasiums unter anderem „Mary Did You Know?“ und „God Rest Ye Samba“. Für die vielschichtigen Rhythmen sorgten Tim Eschelbacher am Tenorsaxofon sowie Sören Scholz und Yannik Fey an der Trompete.
Am Ende des Konzerts hieß es „O du fröhliche“ zum Mitsingen für alle. Bevor Jubel und anhaltender Applaus einsetzte, dankte Schulleiterin Anja Kaiser allen Beteiligten, den Lehrkräften, Sascha Birkenstock für die Technik, Raimund Becker und Mika Stäcker für die Beleuchtung, der Kirchengemeinde Sankt Georg und dem Messner Adam Marek. „Festlich leuchtend und Hoffnung bringend war das heutige Weihnachtskonzert des CFG-Gymnasiums“, sagte Kaiser, „gerade hier zeigt sich die zentrale Botschaft von Weihnachten in diesen unsicheren Zeiten: Auch in der Dunkelheit wird Licht geboren, auch aus Angst kann Gemeinschaft und Hoffnung wachsen.“
Text: Maria Herlo (Schwetzinger Zeitung)
Foto: CFG













