Hockenheim, 30.09.2026
Niesky-Austausch im September 2026
Am Montag, dem 21. September 2026, um 8:25 Uhr haben wir uns am Bahnhof in Hockenheim getroffen. Mit dem Einstieg in den Zug begann für uns die Reise nach Niesky. Wir sind insgesamt viermal umgestiegen. Auch wenn wir in Leipzig lange auf den verspäteten Zug warten mussten, machte uns allen die Fahrt viel Spaß. In Hoyerswerda wurden die ersten Kinder von ihren Gastfamilien abgeholt, der Rest fuhr bis nach Niesky weiter, wo wir zwei Stunden später als geplant ankamen.
Am ersten Tag sind wir ins ZUSE Museum gegangen. Im Museum sind wir dann direkt in einen Raum geführt worden. Im Raum drinnen sind immer jeweils der Austauschschüler mit dem aus Niesky zusammen an einen Arbeitsplatz gegangen. Als jeder schließlich saß hat ein Museumspädagoge erklärt wie wir eine LED zum Leuchten bringen. Dafür mussten wir ein paar Kabel in ein Steckbrett stecken und das andere in einen Micro-Controller. Diesen mussten wir dann mit einem USB Kabel mit einem Computer verbinden. Dann mussten wir ein paar Sachen in den Computer eintippen damit die LED anfängt zu leuchten. Anschließend haben wir dasselbe nochmal mit drei LEDs gemacht sodass wir am Ende eine Mini-Ampel gebaut und programmiert hatten. Bevor wir zum Zug gelaufen sind waren wir noch auf dem Spielplatz unf haben dort auf einem Klettergerüst ein Gruppenfoto gemacht.
Danach sind wir zurück nach Niesky gefahren und haben den restlichen Tag Freizeit und jeder Austauschschüler hat mit seinem Partner den restlichen Tag verbracht.
Am Mittwoch waren wir in der ersten und zweiten Schulstunde im Schülerclub lecker frühstücken. Dort hat uns die stellvertretende Schulleiterin herzlich begrüßt. Im Schülerclub wurden uns Brötchen mit verschiedenen Marmeladen, Wurstsorten, Obst, Müsli und natürlich auch Nutella bereitgestellt. Nach dem genüsslichen Frühstück hatten wir freie Verfügung über sämtliche Spiele. Unter anderem Uno, Halli Galli, Dobble oder Monopoly. Außerdem stand dort noch ein Tischkicker. Manche Schüler haben auch zusammen Werwolf gespielt. Die Austauschschüler haben uns anschließend die Schule gezeigt.
Nach dem gemeinsamen Frühstück waren wir in der Lichthalle klettern. Die Kletterwand war sehr hoch und es gab fünf verschiedene Bahnen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die Bahn zwei war etwas kürzer als die anderen Bahnen. Es gab nicht genügend Klettergurte deswegen wurde zusätzlich eine Slackline aufgebaut. Alternativ konnte man sich auch Spiele vom Schülerclub ausleihen und diese mit anderen Kindern gemeinsam spielen. Dort waren wir von der dritten bis zur sechsten Schulstunde.
Am Donnerstag viel leider wegen Regen das Paddeln aus und am Anfang hatte keiner wirklich Lust auf Eisstockschießen, aber dann hat es doch viel Spaß gemacht. In Fünfergruppen haben wir gegeneinander gespielt, wie in einem kleinen Turnier, die Gewinner waren Dynamo Dresden. Auch die Lehrer haben mitgespielt als Mannschaft des Vereins Traktor Trebendorf, jedoch haben sie es nur auf den 5. Platz von insgesamt 6 Plätzen geschafft. Jede Mannschaft hat eine Urkunde erhalten mit dem jeweiligen Platz. Es war, auch wenn wir es am Anfang nicht erwartet hätten, eine tolle Erfahrung und wir würden es gerne wiederholen.
Nach dem Eisstockschießen, sind wir zum Flugzeugmuseum gefahren. Als wir dort angekommen sind, wurden wir vom Museumsleiter begrüßt. Mit ihm haben wir uns alte Kampfflugzeuge angeguckt, die meisten wurden auch im Kampf geflogen. Wir durften uns auch in die Flugzeuge reinsetzen und er hat uns viel über sie erzählt. Danach sind wir zu einem kleinen Gebäude gegangen und er hat uns den Schleudersitz erklärt. Schließlich haben wir uns in ein Airbus-Cockpit gesetzt. Dann sind wir mit dem Bus nach Hause gefahren. Es war ein toller Tag.
Am Freitag in Görlitz hatten wir zu Beginn eine Führung durch den Reichenbacher Turm. Es war sehr interessant, zu hören wie die Türmer und ihre Familien damals gelebt haben. Uns wurde erzählt, dass die Aufgaben eines Türmers nicht nur die Glocke läuten, sondern auch über die Stadt wachen und bei Feuer und Angriffen Bescheid geben, waren. Ein Türmer musste jede Stunde die Glocke läuten und auch bei schlechtestem Wetter im Turm leben. Damals gab es weder Strom noch fließend Wasser und hohen Lohn hat ein Türmer auch nicht bekommen.
Die Museumspädagogin hat uns zuerst gezeigt, wie Görlitz früher aussah und das es eine sehr reiche Stadt war und deswegen musste sie sehr gut gesichert werden. Sie hatten früher eine doppelte sehr hohe und dicke Mauer und 4 Türme, aber jetzt stehen nur noch 3 von 4 Türmen. An manchen Stellen hielten sie auch wilde Tiere so wie Bären, auch die Ochsen von den Verkäufern wurden an einer Stelle untergestellt. Sie hatten auch viele Wachen die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadt waren. Sie hatten Lanzen und wenn Angreifer kamen haben sie lange Schwerter und Ambrust mit Bolzen geholt. Später haben sie auch die reichen Männer mit ihren Gewehren mit einem Schützenfest bestochen, bei dem es ganz viel Essen und sogar Zitronen gab. Zitronen waren früher sehr wertvoll, da für die Beschaffung eine lange Strecke nach Italien zurückgelegt werden musste. Die Zitrone hätte heute ungefähr 250 Euro gekostet. Auf jeden Fall war der Besuch dort sehr interessant und schön.
Später sind wir noch nach Polen über die Brücke gelaufen, wir waren dabei mit einem Fuß in Görlitz und mit dem anderen in Polen. Es gab auch noch ein leckeres Eis das uns unsere Lehrerinnen ausgegeben haben, das war sehr lecker.
Am Samstag, um 10:15 Uhr, wurden wir dann wieder von unseren Gastfamilien am Bahnhof in Niesky abgesetzt. Der Abschied viel uns allen sehr schwer, denn wir hatten alle schöne und aufregende 6 Tage zusammen erlebt. Trotzdem haben wir uns alle auch auf zu Hause gefreut. Die Rückfahrt verlief ohne Probleme. Am besten an der Reise fanden wir die Fahrt von Hoyerswerda nach Leipzig, weil wir in einem Abteil fahren durften. Das war ein tolles Erlebnis für uns. Um 19:16 Uhr kamen wir pünktlich in Hockenheim an, wo unsere Eltern uns in Empfang genommen haben.
AutorInnen: Valerie, Johanna, Lotta, Nora (7a); Melina, Lilly (7b); Finn, Merle, Lily, Carina, Felix (7c); Hellena (7e)
Bilder: Fr. Blankenburg / Fr. Straeten