NWT (Naturwissenschaft und Technik) ist das neue Hauptfach des naturwissenschaftlichen Profils. Wer einen kleinen Überblick über das Fach und die Inhalte erhalten möchte, der kann sich diese kurze Präsentation anschauen. Für weitere Fragen könnt ihr/können Sie sich gerne an mich wenden.

Sascha Birkenstock
Fachbeauftragter NWT

Link zum Bildungsstandard.

Am Freitag, dem 23.06.2017, nahm die Klasse 9e in Begleitung von Herrn Birkenstock, Frau Dachtler und Frau Schinko am 14. Hockenheimer Tag der Artenvielfalt teil. Nach dem Vorbild des ersten „Tags der Artenvielfalt" der GEO-Redaktion (1999) ist es das Ziel der regionalen Experten, möglichst viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten nachzuweisen und vor allem zu dokumentieren. Eigens für die Gauß-Schüler entwickelte die Projektgruppe „Artenvielfalt“ der Lokalen Agenda 21 ein abwechslungsreiches Programm, um der Hockenheimer Artenvielfalt am Baggersee auf die Spur zu kommen. Diese Veranstaltung passte damit perfekt in das Schulcurriculum dieser Klassenstufe, das das Kennenlernen eines Ökosystems sowie dessen Artenreichtum vorsieht.

Unterstützt, und damit überhaupt erst möglich gemacht, wurde diese Exkursion durch den Angelsportverein Hockenheim, vor allem durch den Vorsitzenden Herrn Langer, den Gewässerwart Herrn Beierl und den Sportwart Herrn Schotter sowie durch weitere engagierte Helfer.

So konnte dann auch die Artenvielfalt im See und rund um den See erkundet werden. In drei Gruppen suchten, sammelten und bestimmten die Schülerinnen und Schüler mit den jeweiligen Experten viele Pflanzen- und Tierarten, darunter zum Beispiel einen bunt gefärbten Sonnenbarsch sowie einen Flusskrebs, unzählige verschiedene Klein- und Großlibellenlarven, typische Uferpflanzen, aber auch verschiedene Regenwurmarten. Diese wurden unter Anleitung der Dipl.-Biologin Frau Wein mit der sogenannten elektrischen Oktett-Methode aufgespürt. Dabei werden acht große Elektroden kreisförmig ca. 30 – 50cm tief in die Erde eingestochen und bilden damit die Sammelzone. Als Stromversorgung dient eine Autobatterie. Bereits bei sehr niedrige Spannungen (30 bis 60V) kriechen die Regenwürmer aus der Erde, schaden aber weder ihnen noch den „Jägern“. Die Wasserorganismen wurden unter Aufsicht von Herrn Dr. Marthaler mit langen Fangnetzen gesammelt und nach einer anfänglichen Überwindungsphase auch neugierig befühlt und bestaunt. Daneben führte Herr Beierl vom Boot aus Temperatur- und Sauerstoffmessungen sowie Echolotortungen von Fischen mit den Schülerinnen und Schülern durch. Vervollständigt wurde das Programm durch den Dipl.-Biologen Herrn Heidenreich, der Pflanzen und Tiere mit den Gaußianern rund um den wunderschönen Uferweg aufstöberte. Schlussendlich konnte eine Vielzahl von verschiedenen Organismen in die bereitgestellten Artenlisten eingetragen und bei der Abschlussbesprechung zusammengetragen werden, so dass Herr Sokoll von der Projektgruppe „Artenvielfalt“ allen Schülerinnen und Schülern eine Urkunde überreichte.

Bei so viel Einsatz für die Artenvielfalt durfte natürlich auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Der Angelsportverein stellte, auch als kleines Dankeschön für den „Wintereinsatz“ der Klasse beim Zurückschneiden der Bäume und Sträucher rund um den See, leckere gegrillte Bratwürste und eiskalte Getränke bereit. Insgesamt war dies ein interessanter und lehrreicher Vormittag in der Natur, der den theoretischen Unterricht im Klassenzimmer perfekt ergänzte. Vielen Dank allen Beteiligten der Projektgruppe „Artenvielfalt“ und des Angelsportvereins Hockenheim!

Autorin: Elke Schinko

Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen dem Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH in Mannheim startete kürzlich erfolgreich ein neues Projekt. So lernten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse im naturwissenschaftlichen Profil bei einer Werksführung nicht nur das riesige Gelände und die Produktionsstätten des Weltkonzerns besser kennen, sondern sie hatten die einmalige Gelegenheit im firmeneigenen Labor der Auszubildenden ein eigens dafür entwickeltes Fahrradöl zu mischen, das sie selbstverständlich auch mit nach Hause nehmen durften.

Neben den begleitenden NWT-Lehrern Herrn Kaul und Herrn Konrad standen den Gaußianern einige zukünftige Chemikanten und Laboranten unter der Leitung ihrer Ausbilderin Frau Kühn zur Seite, die gemeinsam mit den NWT-Lehrern Frau Schinko und Herrn Birkenstock für die Entwicklung dieses Projekts verantwortlich war. Gerade der Austausch zwischen den jungen Auszubildenden und den Gymnasiasten erwies sich als Gewinn bringend, da den Schülerinnen und Schülern von fast Gleichaltrigen Einblick in deren Arbeitsalltag, der sich doch deutlich vom Schulalltag unterscheidet, gegeben wurde. Die Gaußianer wurden aber nicht nur wissenstechnisch und beim praktischen Arbeiten bestens versorgt, auch die Rahmengestaltung war besonders. Hochmoderne Konferenzräume, bereit gestellte Unterlagen und ein exklusives Mittagessen im Speisezimmer für Großkunden sorgten zudem für eine professionelle Atmosphäre und einen weitreichenden Einblick in die Unternehmenswelt von Fuchs.

Nach dieser gelungenen Auftaktveranstaltung sollen in Zukunft alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen im NWT-Unterricht einen Projekttag absolvieren. Die Vorbereitungen für das kommende Schuljahr sind bereits angelaufen.

Autorin: Elke Schinko

Seit Beginn des Schuljahres arbeitete die Klasse 8c im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH an der Gründung und Führung eines Startup-Unternehmens. Ausgangspunkt stellte dabei eine Fortbildung der Wissensfabrik, ein Zusammenschluss erfolgreicher großer deutscher Unternehmen, dar, die von Frau Kaiser, Frau Schinko und Frau Grunert-Baier aus dem Hause Fuchs besucht wurde. Ziel der Wissensfabrik ist es, Schulen das Knowhow der Berufswelt sowie deren Unterstützung zugänglich zu machen.

So erhielten die Schülerinnen und Schüler im Gemeinschaftskunde-Unterricht bei Frau Kaiser vor allem Einblick in die Theorie der Unternehmensgründung und –führung, während im NWT-Unterricht bei Herrn Birkenstock und Frau Schinko das eigens entwickelte Produkt P.A.U.L. hergestellt wurde bzw. noch hergestellt wird.

Dabei gestalteten sich gerade das Finden einer erfolgsversprechenden Produktidee und die Produktentwicklung als besonders schwierig. Viele Unterrichtsstunden verstrichen, bis sich die Klasse 8c auf die praktische Aufbewahrungs- und Ladestation vor allem für Smartphones einigen konnte.

Das Besondere an P.A.U.L. ist, dass diese Vorrichtung an jede beliebige Steckdose nur mit Hilfe des Ladekabels anzuschließen und keine weitere Ablagefläche erforderlich ist. Hervorzuheben ist sicher auch die sinnvolle Kabelführungshilfe, die das Verstricken im Kabel verhindert. Mitentscheidend bei der Ideenfindung war auch, dass als Werkstoff nur Holz in Frage kam. Dies hatte vor allem organisatorische und rahmentechnische Gründe, da die Verarbeitung von Holz zum Lehrplan NWT in Klasse 8 gehört und zudem der neue Werkraum am Gauß derzeit vor allem für diesen Werkstoff ausgestattet ist. Gerade der Werkstoff Holz ist es aber auch, der das Produkt im Sinne der Nachhaltigkeit auch besonders umweltfreundlich macht. Einen weiteren wichtigen Faktor stellte zudem die Forderung dar, dass das Produkt ein Alltagsgegenstand sein sollte, den Jugendliche häufig verwenden und dessen Design auch für diese Altersgruppe besonders ansprechend ist. Nachdem alle NWT´ler einen Prototypen hergestellt und sich nach langen Diskussionen auf ein Design geeinigt hatten, wurde schnell deutlich, dass bei einer größeren Produktionsmenge eine sinnvolle Aufteilung der Arbeitsschritte erfolgen musste, um effizienter arbeiten zu können. Die Schülerinnen und Schüler erstellten daher Vorschläge für Produktionsabläufe, die zunehmend optimiert wurden. Eine erste größere Produktionsphase fand anschließend am 06.03.15 im Rahmen des Informationstages für die neuen 5. Klassen statt. Von 14 bis 20 Uhr standen die Schülerinnen und Schüler im Werkraum an den Sägen und Ständerbohrmaschinen, leimten und kitteten, schliffen und grundierten und sorgten für große Aufmerksamkeit bei den Besuchern. Am Ende des Tages konnte die 8c stolz auf die ersten 55 Rohlinge blicken, die es nun noch zu lackieren und bekleben gilt. Tolle Unterstützung bei der Beschaffung der benötigten Materialien erhielten die Schülerinnen und Schüler dabei einerseits vom toom Baumarkt in Wiesloch. Neben einem großzügigen Rabatt von 50 % auf alle Artikel wurden zudem alle Materialien auch noch von Frau Kasapoglu, einer Mitarbeiterin des Baumarkts und Mutter einer Schülerin, frei Haus geliefert. Andererseits verhalf eine weitere persönliche Beziehung zur kostenlosen Beschaffung von hochwertigen Formaufklebern. So stellte Herr Dettloff, ein Vater aus der Klasse 8c, seine Technik und sein Material nicht nur für den Prototypen seines Sohnes zur Verfügung, sondern sponserte auch eine Vielzahl weiterer bunter Aufkleber für die erste Produktionsreihe von P.A.U.L. . An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für diese Unterstützung unseres Projekts.

Gegen Mitte Mai wurden die ersten P.A.U.L.s fertig gestellt. Die Produktionsphase ist jedoch noch nicht ganz beendet und so wird das Projekt auch im kommenden Schuljahr fortgesetzt. P.A.U.L. ist derzeit in zwei Farbvarianten und mit oder ohne Gaußlogo erhältlich.

Ein erster Verkauf bzw. die Auslieferung der vorbestellten P.A.U.L.s findet in den ersten Schulwochen des neuen Schuljahres statt. Genauere Informationen dazu werden ausgehängt.

Autorin: Elke Schinko

Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen dem Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und der Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH gab es für die Klasse 5c am vergangenen Montag eine große Überraschung. Die Ausbildungslehrerinnen für chemisch-technische Berufe des Unternehmens, Frau Patricia Müller und Frau Kristina Kühn, besuchten den Naturphänomene-Unterricht im neuen Werkraum des Gymnasiums und brachten große Geschenke mit: Vier Experimentierkisten im Wert von 1000,- Euro, mit denen die kleinen Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler in Zukunft zum Beispiel „Wasser“, „Luft“ und „Lebensmittel“ ganz genau untersuchen können.

Die Entwicklung dieser Versuche wurde von der „Wissensfabrik“, einem Zusammenschluss von Unternehmen in Deutschland, veranlasst, die es sich zum Ziel gemacht hat, den Standort Deutschland zukunftsfähiger zu machen, indem sie Wissen fördert und teilt. In diesem Sinne nahmen die beiden Ausbildungslehrerinnen der Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH und die Fachlehrer des Gymnasiums, Frau Elke Schinko und Herr Sascha Birkenstock, an einer gemeinsamen Fortbildung teil, um die einzelnen Experimente für den Naturphänomene-Unterricht zu erproben. Einen erfolgreichen Auftakt im naturwissenschaftlichen Bereich fand diese überaus konstruktive Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schule nun am vergangenen Montag in einer gemeinsamen Unterrichtsstunde, bei der die Schülerinnen und Schüler eifrig und begeistert mit den neuen Experimentierkisten arbeiteten.

Und auch das nächste Projekt ist bereits in Planung: Schülerinnen und Schülern soll es im Rahmen des NWT-Unterrichts ab dem nächsten Schuljahr möglich sein, in den großen Ausbildungslaboren der Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH in Ludwigshafen selbst Schmierstoffe in Form eines Fahrradkettenöls herzustellen.

Autorin: Elke Schinko

Spende Gaussfreunde NWT 2014

Etwas mehr oder etwas weniger zeigte das kleine mobile Gerät nach einer Messdauer von 60 Sekunden an. Gespannt blickten die Schülerinnen und Schüler des Gauß-Gymnasiums im Rahmen der Unterrichtseinheit „Medizintechnik“ des NWT-Unterrichts auf die Werte, die sie von den Sensoren der Oberarmmanschette übermittelt bekamen und die sich mit Hilfe einer speziellen Software auf einem zusätzlich angeschlossenen Netbook als Blutdruck grafisch darstellen ließen. An einer anderen Station im Fachraum klebten die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig Elektroden auf die Haut, um ein eigenes EKG mit Hilfe der kleinen Messgeräte abzuleiten. Daneben überprüften sie u. a. mit einem Spirometer ihre Lungenkapazität und mit einem Brustgurt ihre Herzfrequenz unter körperlicher Belastung.

Die Möglichkeit, so genannte Vitalparameter auch an der Schule messen und verstehen zu lernen, ist erst seit Kurzem durch den Einsatz eines neuen Messwerterfassungssystems gegeben. Dessen kostenintensive Anschaffung war nur durch eine großzügige finanzielle Unterstützung von 11000,- Euro des Freundeskreises der Schule möglich. Die restlichen 11000,- Euro hatten sich alle Fachbereiche der Naturwissenschaften über lange Jahre hinweg angespart. Zwei Vorstandschaftsmitglieder des Freundeskreises, Frau Marina Nottbohm und Herr Michael Kapp, folgten am vergangenen Donnerstag nun der Einladung der NWT-Lehrer Frau Elke Schinko und Herrn Sascha Birkenstock in den Unterricht einer 10. Klasse, um den Einsatz des Messwerterfassungssystems miterleben und beobachten zu können. Und so blickten auch sie gespannt auf die kleinen Messgeräte, aber auch auf Schülerinnen und Schüler, die fast intuitiv mit den Messgeräten hantierten, die sich ähnlich wie Smartphones bedienen lassen.

Neben der Messung von lebensnotwendigen Grundfunktionen bietet das System natürlich noch viele weitere Möglichkeiten, die in den Unterricht aller Naturwissenschaften integriert werden können. So wurden zum Beispiel auch Temperatur-, pH- und Lichtsensoren sowie Kraftmesser angeschafft, die im fachpraktischen Chemie-, Physik- und Biologieunterricht bei der Datenerhebung und Datenanalyse ihren Einsatz finden. Selbst das Arbeiten an außerschulischen Orten, wie zum Beispiel die Untersuchung eines Gewässers, ist mit den mobilen, vom Stromnetz unabhängigen Geräten in Zukunft möglich. So wird dank dieser innovativen Anschaffung auch in Zukunft am Gauß-Gymnasium weiterhin am Puls der Zeit geforscht.

Autorin: Elke Schinko; Foto: Herr Lenhardt