Das Fach Literatur und Theater wird am Gauß-Gymnasium von Frau Kaiser betreut.

Literatur und Theater kann in der Oberstufe als Wahlfach angeboten werden und dann auch Prüfungsfach sein.

Darüberhinaus ist es möglich ausschließlich den einjährigen Kurs Literatur zu besuchen. Eine Prüfung kann dann allerdings nicht abgelegt werden.

Link zum Bildungsstandard.

Vom 19.03. bis 20.03. 2015 fand im Rahmen des Schüleraustauschs mit unserer französischen Partnerstadt Commercy ein Theater-Workshop statt. Die französischen Schüler des Lyceè Henry Vogt waren bereits im Dezember letzten Jahres bei uns gewesen, um mit uns gemeinsam einen Workshop durchzuführen, was uns allen viel Spaß gemacht hat. Jetzt durften wir zu ihnen fahren. Wir trafen uns um acht Uhr morgens mit unserem Gepäck vor der Mensa und fuhren pünktlich los. Insgesamt waren wir zehn Schüler und wurden von Frau Kaiser und Frau Wirth begleitet. Nach einer problemlos verlaufenden Fahrt ohne Stau kamen wir dann etwa um halb zwölf in Commercy an.

Zuerst gingen wir in die Schule, um dort unser Gepäck abzustellen und anschließend in der Mensa zu Mittag zu essen. Wir waren alle positiv überrascht, sowohl von der großen Auswahl, die es dort an Essen gab, als auch von der Anti-Handy-Regel, die dort herrscht und dem Aufsichtspersonal, das dafür sorgt, dass diese eingehalten wird. Außerdem trafen wir in der Mensa auch die anderen Austauschschüler unserer Schule, die schon seit einer Woche in Commercy waren und mit uns zusammen zurückfahren würden.

Nach dem Essen holten wir unser Gepäck und wurden zu dem Gebäude geführt in dem der Theater-Raum liegt und in dem wir die folgenden Stunden verbringen sollten. Es war ein schöner, recht großer Raum mit einer Tribüne, Scheinwerfern und einem als Bühne markierten Bereich.

Kurz darauf kamen dann die französischen Schüler, die wir ja schon kannten und gleich zu Beginn wurden wir unseren Gastfamilien zugeteilt. Dann fing der Work-Shop auch schon an – zuerst mit ein paar einfachen Theater-Übungen, in deren Verlauf wir uns vorstellen, begrüßen und wiedererkennen sollten. Ziemlich schnell wurden wir warm und gingen offen aufeinander zu. Nach einer Pause, in der man uns Wasser und Madeleines – eine Spezialität des Landes – anbot, begannen wir mit dem Stück „BIN ICH JUNG“ zu arbeiten, mit dem wir uns schon bei unserem letzten Treffen beschäftigt hatten. Es besteht aus mehreren kleinen Texten und ist in beiden Sprachen geschrieben, französisch und deutsch.

Gemeinsam dachten wir uns eine Choreografie aus, teilten die Textstellen auf und überlegten uns einen passenden Anfang und ein stimmiges Ende. Die Zusammenarbeit funktionierte trotz sprachlicher Schwierigkeiten ohne Probleme.

Dann kamen auch schon die anderen Schüler aus unserer Schule mit ihren Austauschschülern, um sich zusammen mit den Lehrern das Stück anzusehen. Es war eine gelungene Vorführung, die von allen gelobt wurde.

Anschließend fuhren wir zusammen mit den französischen Schülern zu unseren Gastfamilien. Alle wurden wir sehr freundlich und herzlich aufgenommen. Am Abend trafen sich einige von uns mit anderen Austauschschülern, um gemeinsam Abend zu essen, manche blieben zu Hause bei ihren jeweiligen Familien, um z.B. Wii zu spielen oder sich zu unterhalten. Es war sehr interessant einen kurzen Einblick in das Leben der französischen Gastfamilien zu erhalten und ihre Sitten und Gebräuche kennenzulernen – wie zum Beispiel, dass bei Einigen das Frühstück ohne Teller, direkt vom Tisch gegessen wurde.

Am nächsten Morgen wurden wir, nach dem Frühstück, von unseren Gastfamilien wieder zur Schule gefahren wo der Bus schon auf uns wartete. Wir verabschiedeten uns von unseren Gastgebern und bedankten uns für die schöne, wenn auch kurze Zeit. Bevor es allerdings nach Hause ging, besuchten wir noch die Stadt Verdun mit ihren berühmten Sehenswürdigkeiten und Denkmälern, die an den ersten Weltkrieg erinnern. Hierbei wurden wir von einem Reiseführer begleitet, der uns auch zu dem französischen Nationalfriedhof von Douaumont führte und uns einen sehr genauen Einblick in das Leben der Soldaten von damals verschaffte.

In dieser Zeit standen sich Deutschland und Frankreich gegenüber und kämpften gegeneinander, versöhnten sich jedoch ein paar Jahre später. Heute ist von dieser früheren Feindschaft nichts mehr zu spüren, im Gegenteil. Wir haben in Frankreich zwei interessante Tage verbracht, mit sympathischen Menschen, die wir hoffentlich bald einmal wiedersehen werden. Sowohl das Treffen in Hockenheim als auch das Wiedersehen in Commercy haben gezeigt, dass Theater spielen verbindet und sprachliche Grenzen überwinden kann.

Autorin: Anja Kaiser

„Bei Würth sind wir alle eine große Familie“ - das konnten der Literatur- und Theaterkurs der Jahrgangsstufe 2 sowie einige Mitglieder der Schülerfirma am Donnerstag, den 5. März 2015, hautnah erleben. Die dreizehn Schülerinnen und Schüler besuchten die Niederlassung der Würth-Gruppe in Künzelsau, begleitet von Frau Kaiser und Herrn Kriebel. Dabei erhielten sie einen ausgiebigen Einblick in den Firmenalltag und in die breite Berufspalette, die das Unternehmen zu bieten hat. Den Abschluss bildete eine Führung durch die derzeitige Kunstausstellung im Museum Würth.

Besonders beeindruckend fanden die Schülerinnen und Schüler die effiziente Ausstattung der Lagerhallen, die Vielfalt an vorhandenen und geforderten Kompetenzen und vor allem das angenehme Arbeitsklima. Zudem wartete eine nette Überraschung auf sie: unter dem Motto „Fit mit Würth“ durften alle unter der Anleitung einer Physiotherapeutin bei einer Gymnastikstunde mitmachen. Für Verpflegung war zu jedermanns Freude im Überfluss gesorgt.

Geleitet wurde die Führung von Antje Bertelmann aus dem Kompetenzzentrum Würth. Sie gab zunächst eine Einführung in die Historie und Entwicklung des Unternehmens und berichtete zudem von ihren eigenen Erfahrungen im Berufsleben. Darauf folgte eine äußerst informative Führung durch den Logistikbereich, wobei es den Schülern jederzeit gestattet war, Fragen zu stellen. Nach einem Mittagessen in der firmeneigenen Kantine arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen drei verschiedene Workshops durch. Hier bot sich die Möglichkeit, Würth-Produkte selbst zu testen, sich über den Bereich des Controllings zu informieren und mit Auszubildenden der Firma ins Gespräch zu kommen. Besonders für die Abiturienten war die Unterhaltung über duales Studium und andere Zukunftspläne hochinteressant. Anschließend lernte die Schülergruppe in der Ausstellung „ICH bin ES“ die Werke von Rudolf Hausner kennen. Nach einer kurzen Reflexionsrunde erhielt jeder zum Abschluss ein kleines Präsent von Würth.

Bereits in der Vergangenheit hat der Literatur- und Theaterkurs in Zusammenarbeit mit der Schülerfirma engen Kontakt zum Kompetenzzentrum Würth gepflegt. Mit dem Roman „Spuren im Asphalt – Am Ring schließt sich der Kreis“ haben die Schülerinnen und Schüler den ersten Platz beim Würth Bildungspreis 2014 belegt.

Autorin: Dalena Nguyen

Der Literatur- und Theaterkurs J2 des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums unter der Leitung von Anja Kaiser hat mit seinem Roman „Spuren im Asphalt – am Ring schließt sich der Kreis“ im letzten Jahr am Würth-Bildungspreis teilgenommen und dafür jetzt im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart den goldenen Würth-Bären überreicht bekommen. Der Preis ist mit 4000.- € dotiert (Link auf die Pressemitteilung).

Alles begann im letzten Schuljahr. Die Schülerinnen und Schüler des Literatur- und Theaterkurses J2 des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums hatten den Ehrgeiz, einen eigenen Roman zu schreiben und damit Jungautoren zu werden. Die Herausforderung bestand darin, einen gemeinsamen Plot zu entwickeln und die verschiedenen Schreibstile zusammenzuführen. Professionelle Hilfe erhielt der Kurs von der Autorin Carola Kupfer in mehreren Workshops. Das Ergebnis zeigt, dass die Jungautoren ihre Schreibkompetenz verbessern und einen Plot entwickeln konnten, der sicher für viele Leserinnen und Leser interessant ist. Inspiriert wurden sie von der Umgebung der Kick-off Veranstaltung, nämlich dem Gelände des Hockenheimrings. Ivonne Stäcker erzählte bei einer interessanten Führung Spannendes von der Entstehung des Ringes, aber auch Rennfahrergeschichten und vieles mehr. Zusätzlich wurde im Hockenheimer Stadtarchiv sowie im Archiv der Hockenheimer Tageszeitung recherchiert. So dreht sich in dem Roman auf drei Zeitebenen alles um die Geschichte des Hockenheimrings und das Schicksal einer Hockenheimer Familie.

Hockenheim heute: Samuel leidet unter Alpträumen und Angstzuständen und weiß nicht, warum. Er begegnet Katja, einer Testfahrerin. Sie ist das Bindeglied zwischen Samuels tragischer Vergangenheit und einer hoffnungsvollen Zukunft. Katja arbeitete in den 90er am Ring und hatte dort als Frau einen schweren Stand. Dennoch schaffte sie es, anerkannt zu werden und im entscheidenden Moment zur Stelle zu sein; an einer Stelle, an der Theodor, Bauleiter des Hockenheimrings, auf tragische Weise verunglückt war und dies ungeahnte Folgen für die Zukunft von Samuel hatte.

Wolfgang Schröck-Schmidt hat das Buch in der Edition Schröck-Schmidt verlegt. 800 Bücher von einer Auflage von 1000 konnten bereits verkauft werden. Unterstützt hat das Unternehmen des Literatur- und Theaterkurses die Stadt Hockenheim und die Hockenheimring GmbH durch die Abnahme einiger Bücher sowie die Sparkassenstiftung durch Sponsoring.

Der Würth-Bildungspreis ist ein Preis für Förderung der ökonomischen Bildung. Die Schülerinnen und Schüler haben den Preis nicht nur für das Schreiben eines Romans erhalten; sie sind auch ausgezeichnet worden für Marketing und Vertrieb des Buches. Das implizierte die Erstellung eines Businessplans durch die Jungautoren, die Klärung der Finanzierung, das Ergreifen von Marketingmaßnahmen den Vertrieb. Der Literatur- und Theaterkurs hat ein Unternehmen „9&AK“ gegründet, sich eine Organisationsstruktur gegeben und sich Partner gesucht, um „Spuren im Asphalt – am Ring schließt sich der Kreis“ erfolgreich auf den Markt zu bringen. Externe Partner waren Frau Stefanie Back von der Sparkassenstiftung, Herr Georg Seiler von der Hockenheimring GmbH, Herr Dieter Gummer, Oberbürgermeister der Stadt Hockenheim, Frau Carola Kupfer, Autorin, Herr Wolfgang Schröck-Schmidt, Verleger, Edition Schröck-Schmidt, die Marketing-Abteilung der Würth GmbH & Co. KG und die Stiftung Würth. Im Bereich Wirtschaft erhielt der Literatur- und Theaterkurs Unterstützung vom Wirtschaftskurs unter der Leitung von Herrn Jürgen Zeitz.

Ein weiteres Kriterium neben der Förderung der ökonomischen Bildung war die Nachhaltigkeit des Projekts. Nachhaltigkeit wird dadurch erreicht, dass das Buch dramatisiert wird und aus dem Text ein Hörspiel entsteht sowie durch die Übersetzung ins Englische. Für beide Unternehmungen konnten weitere Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr gewonnen werden. Dadurch wird eine Vernetzung einzelner Fächer und Kompetenzen des Bildungsplanes erreicht. Seiner Zeit voraus entspricht also das Projekt auf idealer Weise allen Anforderungen des Bildungsplanes 2016/17. Wünschenswert ist selbstverständlich, dass das Buch in einer zweiten Auflage verlegt werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es weitere Lesungen. Kunst und Literatur werden in diesen zusammen geführt. Unter Anleitung von Frau Beate Wild entstanden Bilder zu den einzelnen Kapiteln des Romans. Die Lesungen finden am 21.11.14 beim Gaußvent um 18.20 Uhr im Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und am 12.12 14 um 19.30 Uhr in der Buchgalerie, Enderlestraße 23, in Ketsch statt.

Die Schülerinnen und Schüler des Literatur- und Theaterkurses haben durch die Teilnahme am Würth-Bildungspreis vieles erlangt: Schreibkompetenz, soziale und ökonomische Kompetenz und schließlich die Aufnahme ins Autorenregister.

All dies wäre ohne die großartige Unterstützung durch die Schulleitung, Herrn Joachim Kriebel und Frau Marianne Gebhardt sowie die des gesamten Kollegiums nicht möglich gewesen.

Autorin: Anja Kaiser
Bilder: Würth AG/Hr. Kriebel