Gaußfreunde auf Studienreise durch Ligurien 2026
Hockenheim, 08.6.2026
Bei bestem Reisewetter startete eine fast 50-köpfige Reisegruppe unter der Leitung von Konrad Schillinger zur Pfingststudienreise nach Ligurien. Die sichelförmig um das Ligurische Meer gelagerte, drittkleinste Region Italiens erstreckt sich von Frankreich im Südwesten bis zur Toskana im Südosten. Die Gaußfreunde wohnten in einem Hotel in Arenzano an der Palmenriviera. Auf ihren täglichen Exkursionen erlebten sie eine reizvolle Landschaft, in der Berge und Meer nur wenig Raum für Städte und Dörfer lassen. So waren die Reisenden in der hübschen Kleinstadt Noli, einer ehemaligen Seerepublik, beeindruckt von den engen mittelalterlichen Gassen, den hohen Häusern und den acht noch original erhaltenen Geschlechtertürmen. Besondere Beachtung schenkten sie der einstigen Kathedrale San Paragorio, deren Ursprünge ins 6. Jh. zurückreichen. In Finale Ligure gefiel den Hockenheimern besonders der Ortsteil Finalborgo, der mit seinen noblen Stadttoren, Palästen, Kirchen und imposanten Gassen und Plätzen innerhalb des geschlossenen mittelalterlichen Mauerrings unterhalb der mächtigen Festung als ehemaliger Hauptort der Markgrafschaft heute zu den schönsten Dörfern Italiens gehört. Zu einem ersten kulturellen Höhepunkt der Reise gehörte der Besuch der Regionsmetropole Genua, die die Gaußfreunde mit einer kenntnisreichen und erfahrenen Stadtführerin erlebten: Die Besichtigungstour begann mit einer Busfahrt durch die Stadt des 19. und 20. Jahrhunderts, zunächst entlang der Via XX Settembre, einer Hauptstraße mit wunderschönen Jugendstilfassaden, vorbei an der Piazza della Vittoria aus den 1930er Jahren, der Piazza Corvetto und durch die Via Roma. Der Bus hielt an einem hoch über der Stadt gelegenen Aussichtspunkt. Die Altstadt wurde zu Fuß erkundet. Dabei besuchten die Gaußfreunde den Dogenpalast, die Kathedrale, die typischen engen Gassen, charmante kleine mittelalterliche Plätze, wertvolle Kirchen und natürlich die Via Garibaldi mit ihren prächtigen Palästen, die zum Weltkulturerbe gehören. Am südlichsten Ziel der Studienreise durchstreiften die Hocken-heimer das historische Zentrum von Albenga, das auf die Römerzeit zurückgeht und wie ein Freilichtmuseum wirkt mit mittelalterlichen Stadtmauern, engen Gässchen, Türmen, Über-resten von Adelshäusern aus dem 12. Jahrhundert, die sich mit farbenfrohen modernen Gebäuden vermischen und einen faszinierenden Kontrast bilden. Am zentralen Platz fanden die Kathedrale San Michele und vor allem das zugehörige Baptisterium aus dem 5. Jh. das besondere Interesse der Reisegruppe. Diese besichtigte anschließend die gewaltigen Höh-len von Toirano, die mit ihren beeindruckenden Felsformationen ein wahres Wunder der Natur sind und zu den schönsten in Italien gehören. Für die Besichtigung der Cinque Terre brachte der Bus die Reisegruppe nach Levanto. Mit dem Zug oder Boot ging es an der felsigen Küste der Riviera di Levante entlang, an der die Cinque Terre liegen. Die Hocken-heimer erkundeten die Bilderbuchdörfer, die sich mit ihren Pastellfarben dramatisch an die steilen Klippen schmiegen, und bestaunten die unter größten Strapazen mit Trockenmauern für Wein- und Olivenkulturen angelegten Terrassenstreifen. Am darauffolgenden freien Tag erkundeten einige den hübschen Ort Arenzano, bummelten durch den historischen Stadt-park, schlenderten über den üppig bestückten Markt, erholten sich am Strand oder strebten trotz des Streiks an diesem Tag nochmals nach Genua. In Savona, der zweitgrößten Stadt Liguriens, begann der Rundgang an der nach dem Dichter der italienischen Nationalhymne benannten Piazza Mameli. Die Hockenheimer sahen an der arkadengesäumten Einkaufs-straße einige der schönsten Jugendstilpaläste Liguriens und besichtigten im mittelalterlichen Zentrum Dom und Sixtinische Kapelle, die Papst Sixtus IV. für seine Eltern als Grabmonu-ment in seiner Heimatstadt errichten ließ. Die Gaußfreunde gingen über die hübsche Piazza della Maddalena, durch die alte Geschäftsstraße zur Piazza Brandale mit ihren drei Türmen und gelangten zum historischen Hafen. An der Piazza Salineri – dem mittelalterlichen Handelszentrum – wurden die Hockenheimer in der Osteria Bacco mit einem vorzüglichen Mittagessen und sehr freundlichem Service überrascht. Anschließend besuchten sie Varazze, dessen alter Ortskern die behagliche Enge mittelalterlicher Küstenorte bewahrt hat. Sie besichtigten die Kirche Sant´ Ambrogio und den prächtigen Palazzo Beato Jacopo, der dem Verfasser der Legenda aurea gewidmet ist. Auf der Heimfahrt bedankten sich Petra Wey und Gesine Parzichim Namen aller bei Busfahrer Karzan für die sichere Fahrt und das leckere Picknick und bei Konrad Schillinger für die Organisation der rundum gelungenen Studienreise.
Text und Foto: Katharina Hermes – Schillinger






