Taizé Fahrt 2026
Hockenheim, 07.08.2026
Eine Woche Gemeinschaft und Begegnung – Taizé-Fahrt des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Hockenheim, der Carl-Theodor-SchuleSchwetzingen und der Kirchengemeinde Mittlere Kurpfalz
Vom 19. bis 26. Juli machten sich 20 Jugendliche des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Hockenheim, der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen sowie Teilnehmende de Firmvorbereitung der katholischen Kirchengemeinde Mittlere Kurpfalz gemeinsam auf den Weg nach Taizé in Frankreich. Begleitet wurde die Gruppe von Gudrun Hillen (CFG Hockenheim), Linda Deinzer-Schlegel (CTS Schwetzingen), Pfarrer Christian Müller und Renate Kolb.
Taizé liegt im französischen Burgund und ist ein kleiner Ort mit weltweiter Ausstrahlung. Die dort ansässige ökumenische Gemeinschaft wurde 1940 von Frère Roger Schutz gegründet. Heute steht Brother Matthew der Gemeinschaft als Prior vor. Rund 80 Brüder gehören der Gemeinschaft an, mehr als 50 leben dauerhaft in Taizé, während die anderen in kleinen Fraternitäten in verschiedenen Ländern der Welt, unter anderem in Kuba und Brasilien, tätig sind. Die Gemeinschaft setzt sich für Versöhnung, Gerechtigkeit, Frieden, Dialog und Solidarität ein und lädt Menschen aller Konfessionen und Kulturen ein, diese Werte gemeinsam zu leben.
Während der Woche kamen etwa 2.500 Jugendliche aus über 50 Nationen in Taizé zusammen. Trotz unterschiedlicher Sprachen und Kulturen entstand schnell ein Gefühl von Gemeinschaft. Begegnungen, Gespräche und das gemeinsame Leben machten deutlich, wie verbindend Offenheit und gegenseitiger Respekt sein können. Der Tagesablauf war klar strukturiert. Er begann mit dem Morgengebet in der berühmten Versöhnungskirche, gefolgt vom Frühstück. Anschließend fanden Bibelarbeiten und Gesprächsgruppen statt, in denen die Jugendlichen über Glauben, Gesellschaft und persönliche Erfahrungen ins Gespräch kamen. Ein fester Bestandteil des Tages waren außerdem die Dienste: Jede Gruppe übernahm Aufgaben wie Essensausgabe, Geschirrspülen oder Reinigungsarbeiten und trug so zum gemeinsamen Leben in Taizé bei. Auch die Mahlzeiten gehörten zum besonderen Erlebnis. Das Essen war einfach, aber gemeinschaftlich – ganz im Sinne des Lebensstils der Brüder. Gegessen wurde gemeinsam mit den vielen Jugendlichen aus aller Welt, wodurch immer wieder neue bereichernde Kontakte entstanden.
Ein Höhepunkt der Woche waren die Begegnungen mit Bruder Andreas und Brother Matthew, die den Jugendlichen Einblicke in das Leben und die Arbeit der Gemeinschaft gaben. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der Einsatz für Frieden und Versöhnung gerade in der heutigen Zeit ist. Prägend waren außerdem die täglichen Gottesdienste. Dreimal am Tag versammelten sich die Teilnehmenden in der Versöhnungskirche zum gemeinsamen Gebet. Die meditativen Gesänge von Taizé in vielen verschiedenen Sprachen schufen eine besondere Atmosphäre der Ruhe und Besinnung. Für viele wurden diese Gebetszeiten zu den eindrucksvollsten Momenten der Reise.
Übernachtet wurde in Zelten auf dem weitläufigen Gelände der Gemeinschaft. Das einfache Leben unter freiem Himmel gehörte ebenso zur Erfahrung wie das überwiegend sonnige und warme Sommerwetter, das ideale Bedingungen für die zahlreichen Begegnungen und Aktivitäten im Freien bot.Die Taizé-Fahrt war für alle Beteiligten weit mehr als eine Reise ins Ausland. Sie bot die Möglichkeit, Menschen aus aller Welt kennenzulernen, den eigenen Horizont zu erweitern, Gemeinschaft zu erleben und den Alltag für eine Woche bewusst hinter sich zu lassen. Die gemeinsamen Erfahrungen werden den Jugendlichen sicherlich noch lange in Erinnerungbleiben.
Text: Marlene Joswig und Tim Barton
Foto: CFG






